Allgemeine Geschäftsbedingungen
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) Evotions UG Stresemannstraße 84 22769 Hamburg AGB Stand: 09.01.2026
§ 1 Anwendungsbereich 1.1 Die vorliegenden AGB gelten für alle Leistungen und Angebote der Evotions UG („Anbieter“) an ihre Kunden. Sie gelten auch für alle zukünftigen Lieferungen, Leistungen oder Angebote an den Kunden, selbst wenn sie nicht nochmals gesondert vereinbart werden.
1.2 Geschäftsbedingungen des Kunden oder Dritter finden keine Anwendung, auch wenn der Anbieter ihrer Geltung im Einzelfall nicht explizit widerspricht. Eine Bezugnahme des Anbieters auf Schreiben oder E-Mails des Kunden, die mit den AGB des Kunden versehen sind, sind kein Einverständnis mit der Geltung jener AGB.
1.3 Der Anbieter hat das Recht, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft einseitig zu ändern und/oder zu ergänzen, soweit dies zur Wahrung berechtigter Interessen erforderlich ist. Der Kunde wird bei Anpassung dieser AGB über die beabsichtigten Änderungen bzw. Ergänzungen mit angemessener Ankündigungsfrist vorab informiert. Widerspricht der Kunde der Geltung der neuen AGB nicht innerhalb von zwei Wochen nach der Benachrichtigung (die „Widerspruchsfrist“), gelten die geänderten AGB als vom Kunden angenommen. Der Anbieter wird in seiner Benachrichtigung auf das Widerspruchsrecht und die Bedeutung der Widerspruchsfrist hinweisen. Im Falle eines Widerspruchs kann der Kunde die Nutzung nach der bisherigen Fassung der AGB fortsetzen.
1.4 Treffen die Parteien von diesen AGB abweichende Vereinbarungen, so gehen diese den Regelungen der AGB vor. Abweichende Vereinbarungen, die nach Vertragsschluss getroffen werden, bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Textform.
§ 2 Vertragsgegenstand 2.1 Der Anbieter erbringt Leistungen im Bereich des Performance- und Führungskräftecoachings. Art, Inhalt und Umfang der jeweils geschuldeten Leistungen ergeben sich abschließend aus dem zwischen den Parteien geschlossenen Vertragsangebot.
2.2 Die vom Anbieter erbrachten Leistungen stellen ausschließlich Coaching-, Beratungs- und Unterstützungsleistungen dar. Sie dienen der persönlichen Weiterentwicklung, Selbstreflexion sowie der Förderung individueller Handlungs- und Entscheidungsprozesse. Die Leistungen stellen ausdrücklich keine medizinische, psychotherapeutische oder heilkundliche Behandlung dar und ersetzen weder eine ärztliche noch eine psychotherapeutische Diagnose, Beratung oder Therapie.
2.3 Der Anbieter erbringt die Leistungen nicht in seiner Funktion als Arzt. Es erfolgen insbesondere keine Diagnosestellungen, keine Heilbehandlungen und keine therapeutischen Interventionen im medizinischen oder heilkundlichen Sinne.
2.4 Der Kunde hat die Leistungserbringung Anbieters durch angemessene Mitwirkungshandlungen zu fördern. Er wird dem Anbieter insbesondere die dafür erforderlichen Informationen und Daten zur Verfügung stellen. Darüber hinaus wird der Kunde die notwendigen Arbeitsmaterialien auf erstes Anfordern des Anbieters zur Verfügung stellen.
2.5 Der Anbieter schuldet keine systematische Wissensvermittlung und keine Überprüfung eines Lernerfolgs. Etwaige Rückfragen, Gespräche oder begleitende Austauschformate dienen ausschließlich der allgemeinen Unterstützung und Reflexion und begründen keinen Anspruch auf individuelle Wissens- oder Leistungsüberprüfung.
2.6 Der Erfolg der Coaching-Leistungen hängt maßgeblich von der persönlichen Mitwirkung, Umsetzung und Eigenverantwortung des Kunden ab und wird ausdrücklich nicht geschuldet.
2.7 Der Anbieter ist berechtigt, dem Kunden geschuldete Leistungen auch von Erfüllungsgehilfen erbringen zu lassen.
2.8 Sofern die Parteien feststellen, dass Leistungen des Anbieters erbracht werden sollen, die über das vereinbarte Leistungsspektrum hinaus gehen, sind diese 4separat nach einem durch den Anbieter festzulegenden Stundensatz zu vergüten. Im Zweifel gilt ein marktüblicher Stundensatz als vereinbart.
§ 3 Teilnahmevoraussetzungen und Mitwirkungspflichten 3.1 Die Teilnahme an den Leistungen setzt voraus, dass der Kunde psychisch stabil ist und sich nicht in laufender ärztlicher oder psychotherapeutischer Akutbehandlung befindet, soweit diese einer Teilnahme entgegensteht. Personen mit akuten psychischen Erkrankungen, insbesondere mit Suizidalität, Psychosen oder vergleichbaren Krankheitsbildern, sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
3.2 Der Kunde ist verpflichtet, eigenverantwortlich zu prüfen, ob die Inanspruchnahme der Leistungen für ihn geeignet ist. Im Zweifel hat der Kunde vor Teilnahme ärztlichen oder psychotherapeutischen Rat einzuholen.
3.3 Der Kunde ist nicht berechtigt den vom Anbieter erhaltenen Account beziehungsweise die Logindaten zu Plattformen / Programm- und Trainingsinhalten vom Anbieter an Dritte weiterzugeben, es sei denn, der Anbieter hat einer solchen Weitergabe ausdrücklich zugestimmt. Auch jede andere Art der Vervielfältigung der Kursinhalte des Anbieters (z.B. durch Abfilmen, Speichern auf der Festplatte etc.) ist verboten.
3.4 Bei wiederholter schuldhafter Zuwiderhandlung des Kunden gegen die sich aus diesem Absatz ergebenden Verbote ist der Anbieter dazu berechtigt, dessen Zugänge und Logins zu allen Programmen, Inhalten und Trainings nach beliebigem Ermessen vorübergehend oder dauerhaft zu sperren. Die vertraglichen Verpflichtungen des Kunden gegenüber dem Anbieter bleiben in diesem Fall unberührt.
§ 4 Zustandekommen von Verträgen 4.1 Die Präsentation der Leistungen auf der Website, in sozialen Netzwerken, in Werbeanzeigen und Broschüren stellt kein bindendes Angebot des Anbieters auf Abschluss eines Vertrags dar.
4.2 Der Vertragsschluss zwischen Anbieter und Kunde kann fernmündlich, schriftlich oder in Textform erfolgen. Der Vertragsschluss erfolgt in der Regel durch die Bestätigung eines vom Anbieter unterbreiteten Angebots in Textform, insbesondere per E-Mail.
4.3 Der Kunde erhält bei mündlichem Vertragsschluss auf Wunsch des Anbieters eine Auftragsbestätigung, welche jedoch für den Vertragsschluss nicht konstitutiv ist.
§ 5 Zahlungsbedingungen 5.1 Die vom Anbieter angegebenen und mitgeteilten Preise sind verbindlich und verstehen sich jeweils netto zzgl. Mehrwertsteuer. Die Höhe der Vergütung bestimmt sich nach der zwischen den Parteien getroffenen Vereinbarung.
5.2 Die Bezahlung der Leistungen des Anbieters erfolgt sofort nach Rechnungserteilung oder nach individueller Vereinbarung.
5.3 Der Anbieter stellt dem Kunden eine ordnungsgemäße und die Umsatzsteuer ausweisende Rechnung aus (ggf. durch Erfüllungsgehilfen).
5.4 Die Aufrechnung mit Gegenforderungen ist wechselseitig nur zulässig, wenn der jeweils andere Vertragspartner die Aufrechnung anerkannt hat oder diese rechtskräftig festgestellt ist. Dasselbe gilt für die Ausübung eines Zurückbehaltungsrechts durch eine Vertragspartei.
5.5 Ist der Kunde mit fälligen Zahlungen im Verzug, behält der Anbieter sich vor, weitere Leistungen bis zum Ausgleich des offenen Betrages nicht auszuführen.
5.6 Ist der Kunde im Fall der Ratenzahlung mit mindestens zwei fälligen Zahlungen gegenüber dem Anbieter in Verzug, ist der Anbieter berechtigt, den Vertrag außerordentlich zu kündigen und die Leistungen einzustellen. Der Anbieter ist berechtigt, die gesamte Vergütung bis zum regulären Ende der vereinbarten Vertragslaufzeit als Schadensersatz geltend zu machen.
§ 6 Kündigung und Terminabsagen 6.1 Der Vertrag hat die individuell zwischen den Parteien vereinbarte Laufzeit.
6.2 Vereinbarte Abnahmetermine sind keine Fixtermine und stehen unter dem Vorbehalt der Erbringung der erforderlichen Mitwirkungshandlungen des Kunden.
6.3 Die ordentliche Kündigung ist während der Vertragslaufzeit ausgeschlossen.
6.4 Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt stets unberührt.
6.5 Kündigungen bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Textform.
6.6 Im Falle einer vorzeitigen Vertragsbeendigung aus Gründen, die der Kunde zu vertreten hat, bleibt der Vergütungsanspruch des Anbieters bestehen. Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass dem Anbieter kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist.
6.7 Sofern im Rahmen der Leistungserbringung Einzeltermine vereinbart werden, sind diese verbindlich. Eine kostenfreie Verschiebung eines Termins ist nur möglich, wenn diese mindestens 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin erfolgt.
6.8 Erfolgt keine rechtzeitige Verschiebung oder erscheint der Kunde nicht zum Termin, gilt die Leistung als erbracht und wird auf das vereinbarte Kontingent angerechnet. Ein Anspruch auf Nachholung besteht nicht.
§ 7 Nutzungsrechte 7.1 Der Anbieter räumt dem Kunden für die Dauer der Vertragslaufzeit ein einfaches Nutzungsrecht an denen von ihm im Zusammenhang mit der Erbringung seiner Dienstleistung bereitgestellten Inhalte, Materialien, Audios, Videos und Dokumente. Davon nicht eingeschlossen ist das Bearbeitungsrecht. Dieses wird nicht übertragen.
7.2 Die Übertragung erfolgt unter dem Vorbehalt, dass der Kunde die dem Anbieter nach dem Vertrag zustehende Vergütung vollständig und fristgemäß entrichtet hat. Ist Ratenzahlung vereinbart, geht das nach Punkt 7.1 benannte Nutzungsrecht vorbehaltlich anderslautender Individualvereinbarung erst mit vollständiger Zahlung der letzten Rate an den Anbieter über.
7.3 Eine Vervielfältigung, Weitergabe, Veröffentlichung oder sonstige Nutzung über den Vertragszweck hinaus ist untersagt.
§ 8 Kommunikation 8.1 Die Parteien sind darüber einig, dass die Kommunikation zwischen ihnen vorwiegend elektronisch, insbesondere über unverschlüsselte E-Mail bzw. über WhatsApp Business, stattfindet. Der Kunde erklärt sich mit dieser Art der Kommunikation ausdrücklich einverstanden.
8.2 Sofern eine begleitende Kommunikation über Messenger-Dienste (z. B. WhatsApp) vereinbart wird, dient diese ausschließlich der organisatorischen Abstimmung und allgemeinen Unterstützung. Eine ständige Erreichbarkeit wird nicht geschuldet.
8.3 Die Reaktionszeit des Anbieters beträgt – sofern nicht ausdrücklich abweichend vereinbart – bis zu 24 Stunden innerhalb der üblichen Geschäftszeiten an Werktagen. Maßgeblich ist der Zeitpunkt der erstmaligen inhaltlichen Rückmeldung. An Wochenenden, gesetzlichen Feiertagen sowie außerhalb der Geschäftszeiten beginnt die Reaktionsfrist mit Beginn des nächsten Werktages.
8.4 Die Kommunikation über Messenger-Dienste stellt keinen Notfall-, Krisen- oder Therapiekanal dar. Medizinische, psychotherapeutische oder diagnostische Beratungen erfolgen darüber ausdrücklich nicht.
§ 9 Haftung 9.1 Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Für einfache Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers, der Gesundheit oder einer wesentlichen Vertragspflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst möglich macht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertrauen darf; in diesem Fall ist die Haftung jedoch auf den Ersatz des vorhersehbaren, typischerweise eintretenden Schadens begrenzt.
9.2 Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
§ 10 Verschwiegenheit 10.1 Während des Coachings des Anbieters werden „vertrauliche Informationen“ des Anbieters offenbart. Diese umfassen unter anderem personenbezogene Daten und private Informationen aller Mitarbeiter und Kooperationspartner des Anbieters sowie sämtliche Informationen über den Coachingprozess, die Strategien, Techniken, Methoden, Tools, Inhalte und Materialien, die während der Dienstleistungen erhalten oder erlangt werden. Diese vertraulichen Informationen dürfen weder an Dritte weitergegeben werden, noch in anderer Form Dritten zugänglich gemacht werden. Der Kunde verpflichtet sich, alle angemessenen Vorkehrungen zu treffen, um einen Zugriff Dritter zu vermeiden.
10.2 Der Anbieter verpflichtet sich, sämtliche ihm im Rahmen der Vertragsdurchführung bekannt werdenden persönlichen, privaten oder betrieblichen Angaben des Kunden vertraulich zu behandeln und ausschließlich zum Zwecke der Vertragserfüllung zu verwenden.
10.3 Von den vertraulichen Informationen nicht umfasst sind solche Informationen, die allgemein bekannt sind bzw. geworden sind (Allgemeingut) oder ohne Verschulden der Parteien allgemein bekannt werden oder rechtmäßig von einem Dritten erlangt wurden oder werden.
10.4 Die Parteien sind von der Schweigepflicht gegenüber Mitarbeitern, Gehilfen und Stellvertretern entbunden. Die Parteien haben die Schweigepflicht jedoch auf diese – im arbeitsrechtlich zulässigen Rahmen – zu überbinden und haften für deren Verstoß gegen die Verschwiegenheitsverpflichtung wie für einen eigenen Verstoß.
10.5 Die Verschwiegenheitsverpflichtungen reichen über die Dauer dieses Vertragsverhältnisses hinaus.
10.6 Von der Schweigepflicht ausgenommen sind gesetzliche oder behördliche Offenbarungsverpflichtungen.
§ 11 Schlussbestimmungen 11.1 Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.
11.2 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB einschließlich dieser Bestimmung ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Regelungen unberührt. Anstelle der unwirksamen oder fehlenden
11.3 Bestimmungen treten die jeweiligen gesetzlichen Regelungen.
11.4 Erfüllungsort und Gerichtsstand sind der Sitz des Anbieters.
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